Conrad fokussiert auf E-Commerce und B2B

Bereits im April dieses Jahres hatte die Elektronik-Fachmarktkette Conrad darüber informiert, neun der insgesamt elf deutschen Standorte zu schließen. Nun folgt die Schließung von fünf der sechs österreichischen Märkte. E-Commerce und Geschäftskunden stehen im Fokus.

Der Trend, dass gerade Privatkunden ihren Bedarf weniger im stationären Handel decken und stattdessen vermehrt online einkaufen, habe sich durch Corona in den vergangenen zwei Jahren noch einmal deutlich beschleunigt, hieß es schon im Frühjahr aus der Conrad-Zentrale. Daher werde das Unternehmen seine Filialen nicht mehr im bisherigen Format und der bisherigen Zahl betreiben. Am Standort im nordrhein-westfälischen Hürth hat Conrad im Frühsommer 2020 seine erste B2B-Filiale in Betrieb genommen, die auch weiterhin betrieben werden soll. Außerdem bleibt die Filiale in Wernberg-Köblitz weiter für Geschäftskunden geöffnet. Privatkunden haben nach wie vor die Möglichkeit, online auf conrad.de zu bestellen. Alle weiteren Filialstandorte sind bereits oder werden im Laufe dieses Jahres geschlossen.

Wie nun im Juli gemeldet wurde, sollen fünf der sechs österreichischen Märkte vom Netz gehen. In der benachbarten Alpenrepublik stünden den Kunden die Sortimente und Services weiterhin im Megastore Linz und online auf conrad.at zur Verfügung. Corona habe auch im österreichischen Markt den Trend verstärkt, dass Kunden vermehrt online einkaufen und immer weniger stationäre Geschäfte aufsuchen. „Auch wenn es uns sehr schwer fällt - die Kund*innen haben entschieden und wir haben uns daher nach intensiver Prüfung entschlossen, fünf unserer sechs Filialen in Österreich zum Ende des Jahres zu schließen“, so Conrad Österreich Geschäftsführer Dr. Markus A. Zettl. „Diese Entscheidung ist uns vor allem wegen unserer Mitarbeitenden sehr schwer gefallen, aber letztlich kommen wir an diesen veränderten Einkaufsgewohnheiten nicht vorbei. Wir sind dadurch aber keineswegs weg, sondern nur woanders”, führt er weiter aus.

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