EK Retail meldet Umsatzminus für 2023

Im Rahmen der Frühjahrsmesse EK Live fand am 17. Januar in Bielefeld die Pressekonferenz der EK Retail statt. Nach vorläufigen Zahlen muss die Verbundgruppe in 2023 einen Umsatzrückgang hinnehmen, so der EK Vorstand.

„2023 war ein schwieriges Jahr, daran gibt es nichts zu deuteln. Doch leider lässt sich das Prinzip von Ursache und Wirkung auch im Handel nicht außer Kraft setzen. Die Inflationsraten, der hohe Kostendruck und die durch die aktuelle Weltlage gedrückte Konsumstimmung haben dem Handel insgesamt zugesetzt. Der inhabergeführte Fachhandel hat dabei wieder einmal seine Stärken ausgespielt und sich besser entwickelt als es unsere Umsatzentwicklung wiedergibt“, so EK CEO Martin Richrath vor den anwesenden Journalisten. Gleichzeitig machte Richrath deutlich, dass das Unternehmen wirtschaftlich und strategisch weiter auf Kurs liegt. „Unsere gute Eigenkapitalbasis und die besondere Aufstellung als Mehrbranchenverbund eröffnen uns für das neue Jahr alle Möglichkeiten zur konstruktiven zukunftsorientierten Marktgestaltung.“ Eine der ersten großen Weichenstellungen sei der Ausbau der Kooperation mit der Büroring eG (die HZ Berichtete).

Der EK Vorstand stellte u. a. die vorläufigen Geschäftszahlen 2023 vor. Für EK Retail zeichnet sich ein Umsatzrückgang in Höhe von etwa 8,8 Prozent, nach einem Umsatzwachstum von 9,3 Prozent im vergangenen Jahr, auf rund 2,2 Mrd. Euro ab. Während beispielsweise die Business Unit EK Fashion zulegen konnte, lagen die Umsätze insbesondere bei den reinen Abrechnungskunden bei EK Home unter den Erwartungen, während die Entwicklung des inhabergeführten Fachhandels vergleichsweise stabil war. Europaweite Lichtblicke lieferte einmal mehr die Entwicklung von Markenstore-Lösungen wie Electroplus, Culinarion, Intersport, Libris, Happy Baby oder Hubo sowie markterprobte und neu entwickelte Flächenlösungen für den POS wie die „GreenChange“-Fläche von EK Fashion. „Gerade unsere systembasierten Shopkonzepte spielen im Wettbewerb weiter eine Hauptrolle. Sie sind genauso attraktiv wie rentabel und tragen damit spürbar zur aktuell dringend benötigten Wertschöpfung im europäischen Fachhandel bei. Wir werden auch hier unser Leistungsniveau nicht nur halten, sondern weiter steigern“, sagte CRO Jochen Pohle.

Mit Blick auf das zu erwartende Jahresergebnis gab der EK Vorstand trotz des Umsatzrückgangs Entwarnung. Aufgrund der konsequenten Optimierung interner Abläufe und Strukturen s bestehend aus ei auch 2023 mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. „Damit bleibt das finanzwirtschaftliche Fundament weiter stabil und die EK auch zukünftig ein starker Partner für den Fachhandel, ganz besonders natürlich für unsere rund 4.000 Handelspartner“, so das Fazit von Richrath.

Bildtext Der Vorstand der EK Retail, bestehend aus Jochen Pohle, Gertjo Janssen, Frank Duijst und Martin Richrath (v.l.n.r.)

Foto: EK Retail