GPK-Branchenzahlen auf der Ambiente

Der Handelsverband Koch- und Tischkultur (GPK) hat auf der Ambiente Branchenzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres kommuniziert. Auf Basis der Daten des IFH Köln habe der Gesamtmarkt GPK/ Hausrat in 2023 Einbußen in Höhe von 9,5 Prozent auf einen Bruttoumsatz von 7,01 Mrd. Euro zu verzeichnen.

„Die GPK-Branche leidet wie weitere Fachbranchen unter einem generell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Sind wir stark und mit ordentlich Rückenwind aus den Jahren 2021 und 2022 ins neue Jahr gestartet, so ließ die Performance vom zweiten bis vierten Quartal nach. Zu stark haben Inflation, steigende Energiekosten, Preissteigerungen und die geopolitische Lage auf die Verbraucherstimmung gedrückt. Auch der Homing-Effekt hat ein wenig nachgelassen, wodurch Konsumverschiebungen der Haushalte z.B. in Richtung Tourismus weiter begünstigt wurden“, erläuterte Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbands Koch- und Tischkultur die Zahlen.

Innerhalb der Teilmärkte zeigten sich 2023 Licht und Schatten zugleich: Die beiden stark von der privaten Nachfrage geprägten Bereiche „Cucina“ und „Domus“ schnitten in der Marktbeobachtung des IFH Köln schlecht ab. Der Bereich „Domus“ – Wohnaccessoires, Dekoration und Geschenkartikel – erlitt mit einem Minus über 11 Prozent und einem Marktvolumen von 2,2 Mrd. Euro das höchste Umsatzminus, dicht gefolgt vom Bereich „Cucina“ – hierzu zählen Küchenausstattung,

Koch-, Brat- und Backgeschirr – der mit einem Minus über 10,3 Prozent auf ein Marktvolumen von 3,07 Mrd. Euro kam. Der Bereich „Tavola“, welcher 2022 mit einem hohen Umsatzplus von 28,9 Prozent noch am besten Abschnitt, landete 2023 mit einem Minus über 6 Prozent bei einem Marktvolumen von 1,74 Mrd. Euro. Hierzu zählen Tafelgeschirr, Besteck und Gläser.

Der Gesamtmarkt der Elektro-Kleingeräte hingegen, von dem nur ein Teil der Küchen- und Haushaltsbranche zugerechnet wird, erfährt laut Branchenindex Hemix in den ersten drei Quartalen 2023 mit einem Marktvolumen über 4,7 Mrd. Euro ein leichtes Umsatzminus von 0,6 Prozent. Es bleibe festzuhalten, dass der Branchenumsatz im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit weiterhin auf einem hohen Umsatzniveau liegt. Im direkten Vergleich zum Jahr 2019 liegt der Bruttoumsatz im Gesamtmarkt GPK/Hausrat mit einem Zuwachs über 10,8 Prozent im Plus. Der Markt befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

„Ich bin zuversichtlich für dieses Jahr gestimmt. Der Kunde wird auch weiterhin ein Augenmerk auf hochwertige und nachhaltige Produkte legen und die Nachfrage nach mittel- und hochpreisigen Qualitätsprodukten wird stabiler bleiben als nach günstigen Produkten“, ist sich Michael Berz, Präsident des Handelsverbands Koch- und Tischkultur sicher.

Bildtext Michael Berz (li.) und Christian Haeser nach der Verkündung der GPK-Branchenzahlen anlässlich der Ambiente in Frankfurt

Foto: HZ/Mau