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HDE: Abschwung schwächt sich ab

Wie das aktuelle HDE-Konsumbarometer zeigt, verschlechtert sich die Verbraucherstimmung im Oktober geringfügig. Die negative Entwicklung verliert aber an Dynamik und das Absinken schwächt sich im Vergleich zu den Vormonaten deutlich ab.

Nachdem die Anschaffungsneigung in den vergangenen beiden Monaten teils stark zurückgegangen ist, setzt sich dieser Abwärtstrend nicht weiter fort. Stattdessen steigt die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher leicht an und liegt über dem Niveau des Vorjahresmonats. Nahezu keine Veränderung weist hingegen die Sparneigung auf, die auf dem Stand der Vormonate verharrt.

Pessimistisch blicken die Verbraucher:innen weiterhin auf die konjunkturelle Entwicklung und senken deshalb erneut ihre Erwartungen. Mit einem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung wird nicht gerechnet. Auch die Einkommenserwartungen gehen etwas zurück.

Dass sich die Verbraucherstimmung insgesamt erneut eintrübt, liegt vor allem in den gestiegenen Preiserwartungen der Verbraucher:innen begründet. Insbesondere das weiterhin hohe Niveau der Inflationsrate scheint sich auf die Preiserwartungen auszuwirken und die Stimmung zu dämpfen.

In den nächsten Monaten bleibt die Entwicklung der Corona-Pandemie der zentrale Impulsgeber für die Verbraucherstimmung. Zudem nehmen die Verbraucherinnen und Verbraucher kurz nach der Bundestagswahl eine eher abwartende Haltung ein. Somit wird auch der Start einer neuen Bundesregierung Einfluss auf die Stimmung haben. Aktuell lässt sich insgesamt keine klare Entwicklungsrichtung für den privaten Konsum feststellen. Große Ausschläge nach oben oder unten sind daher erst einmal nicht zu erwarten.

Bildtext Die Verbraucherstimmung sinkt weiter – der Abschwung schwächt sich aber ab

Grafik: HDE