IFA-Chef Jens Heithecker gefeuert

Die Messe Berlin hat Jens Heithecker von seiner Funktion als IFA Executive Director entbunden. Offenbar führten nicht nur Differenzen über die Ausrichtung der IFA, sondern auch die Weitergabe vertraulicher Informationen von Heithecker an Ex-Messe Berlin-Chef Christian Göke zur sofortigen Trennung.

Die Messe Berlin nannte keine näheren Details, die zum Rauswurf Jens Heitheckers geführt haben. Verschiedene Medien berichten über „enge Verbindungen, die Heithecker zum ehemaligen Chef der Messe Berlin, Christian Göke. Heithecker soll Göke, der das Unternehmen Ende 2020 verlassen hatte, mit Insider-Informationen zur IFA, unter anderem schriftlich, per Mail, versorgt haben. Heithecker hätte zwar mehrere Mails gelöscht, doch die IT-Abteilung der Messe Berlin habe die Dokumente sichern können, was dann zur sofortigen Freistellung Heitheckers geführt habe. Jens Heithecker war mehr als 20 Jahre für die Messe Berlin tätig.

Brisant ist, dass Göke dem Führungspersonal der Berliner Beteiligungsgesellschaft Aquila angehört, die wiederum zusammen mit der britischen Clarion Events unter der Leitung der gfu die IFA strategisch neu ausrichten will. Geplant sei, die CE-Messe in Richtung einer permanenten digitalen Plattform weiterzuentwickeln, die physische Messe soll einmal im Jahr als Höhepunkt stattfinden. Der neuen Ausrichtung entsprechend solle die Messe Berlin dann nur noch als Vermieter des Geländes auftreten und wäre damit kein Mitveranstalter mehr.

Fest steht, dass der Vertrag zwischen dem Veranstalter gfu und der durchführenden Messe Berlin 2023 ausläuft. Die IFA-Ausgaben 2022 und 2023 sollen in jedem Fall stattfinden. Als IFA-Chef ist derzeit Dirk Koslowski in Position.

Bildtext Fristlos entlassen: Jens Heithecker

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