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„Rund um die Küche" - Wachstum verbraucht

Wie der neue Branchenbericht „Rund um die Küche“ des IFH Köln belegt, hat die Coronakrise dem Markt einen unverhofften Wachstumsimpuls beschert, der jedoch 2022 verbraucht sein dürfte. Das Wachstum des Onlinegeschäfts wird anhalten.

Der Markt „Rund um die Küche“ kam gut durch die Coronakrise und profitierte sogar von ihr: In 2020 stieg das Marktvolumen in diesem Bereich um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser positive Trend wird anhalten, jedoch nicht auf gleichem Niveau, denn Nachholeffekte im Küchenbereich fallen weitestgehend aus. Bis zum Jahresende 2021 ist mit einem Umsatzplus von rund vier Prozent zu rechnen. Zu diesen und weiteren Ergebnissen sowie Prognosen kommt der neue „Branchenbericht Rund um die Küche 2021“ des IFH Köln.

Obwohl es sich beim Markt „Rund um die Küche“ nicht um einen klassischen Onlinemarkt handelt, ist der Onlineanteil in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insgesamt erfuhr das Onlinegeschäft im Markt durch die Coronakrise einen Extraschub und macht nun 14,4 Prozent der Gesamtdistribution aus. Und der Trend zum Onlineshoppen wird sich weiter fortsetzen: Nach Prognosen des IFH wird im Markt „Rund um die Küche“ 2025 rund jeder vierte Euro online umgesetzt. Dennoch wird sich die Marktstruktur kaum verändern. Der Fachhandel dürfte seine Vormachtstellung behalten, weil er unter anderem frühzeitig ins Onlinegeschäft eingestiegen ist und dort auf ähnlichem Niveau wie seine Onlinekonkurrenz wächst. 2025 werden (weiterhin) rund zwei Drittel des Umsatzes mit Küchenmöbeln, Elektrokleingeräten und GPK/Hausrat vom Fachhandel umgesetzt werden.

Während Elektrokleingeräte ein hohes kurz- und langfristiges Wachstum vorzuweisen haben, stagniert der Einzelmarkt GPK/Hausrat. Das hohe Wachstum von Elektrokleingeräten resultiert hierbei vor allem aus der erhöhten Nachfrage nach Küchenmaschinen und Kaffee-/Teeautomaten. Hauptgrund hierfür: Viele Konsument:innen arbeiteten im letzten Jahr überwiegend im Homeoffice. 2021 ist ein weiterer Schub für Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen oder Toaster durch weiterhin vermehrtes Arbeiten im Homeoffice möglich.

Bildtext Der Onlineanteil im Markt „Rund um die Küche“ ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

Quelle: IFH Köln