Stellenstreichungen bei Media Markt

Der Düsseldorfer Handelskonzern Ceconomy, Mehrheitseigner von Media Markt und Saturn, hat die Zahlen des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Demnach ging der Umsatz im Berichtszeitraum um 8,4 Prozent zurück. Das Unternehmen kündigt Kosteneinsparungen und dementsprechend massive Stellenstreichungen an.

Die Ceconomy AG hat das dritte Quartal 2019/20 eigenen Angaben zufolge mit einem besser als erwarteten Ergebnis abgeschlossen. Nachdem der Geschäftsverlauf im April noch durch enorme, Coronavirus-bedingte Einschränkungen geprägt war, habe sich der Umsatz im Mai und Juni deutlich erholt.

Der Umsatz ging im dritten Quartal währungs- und portfoliobereinigt um 8,4 Prozent auf rund 4,1 Mrd. Euro zurück. Der Umsatzrückgang im dritten Quartal reflektiere die Auswirkungen der Corona-Krise und sei ausschließlich durch die negative Umsatzentwicklung infolge der Store-Schließungen im April und teilweise noch im Mai begründet. Mit der schrittweisen Wiedereröffnung des stationären Geschäfts kehrten die Umsätze im Mai wieder auf einen Wachstumskurs zurück, welcher sich im Juni beschleunigte. Insbesondere Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien verzeichneten im Mai und Juni einen starken Umsatzanstieg, während die Niederlande und Schweden sich über das gesamte Quartal hinweg deutlich positiv entwickelten. Im Juli setzte sich der positive Umsatztrend aus Juni fort, insbesondere dank der Mehrwertsteuersenkung in Deutschland und anhaltend starker Nachfrage nach Homeoffice-, Homeschooling- und Home-Entertainment-Produkten.
Neben der positiven Umsatzentwicklung im Mai und Juni trugen die zügig eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen maßgeblich dazu bei, dass Ceconomy im dritten Quartal mit -45 Mio. Euro ein bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau erreichte (Q3 2018/19: - 43 Mio. Euro). Einsparungen aus dem Kosten- und Effizienzprogramm wirkten sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis aus. Negativ auf das bereinigte EBIT wirkte der Umsatzrückgang im stationären Geschäft aufgrund der Marktschließungen im April in Verbindung mit einer rückläufigen Bruttomarge im Gesamtquartal. Im dritten Quartal 2019/20 verzeichnete im Online-Geschäft ein außerordentlich starkes Wachstum von rund 143 Prozent.
Stichwort Kosteneinsparung: Ziel des Unternehmens ist es, in den nächsten zwei bis drei Jahren Einsparungen von etwas mehr als 100 Mio. Euro pro Jahr für eine verbesserte Kostenbasis zu erreichen. Dazu sollen neben anderen Maßnahmen voraussichtlich insgesamt bis zu 3.500 Vollzeitstellen abgebaut werden, vor allem außerhalb Deutschlands.
Dr. Bernhard Düttmann, CEO der Ceconomy AG erklärte: „Wir werden unser Store-Netz, das ein Schlüsselelement unseres Omnichannel-Ansatzes bleibt, weiter optimieren. Das heißt, 14 Märkte in ganz Europa werden als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie dauerhaft geschlossen.“ Größenanpassungen der bestehenden Flächen sowie die Schließung weiterer defizitärer Märkte sind sehr wahrscheinlich.