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Wie „grün“ sind Hausgerätehersteller?

Hausgerätehersteller Miele baut eigenen Angaben zufolge sein Engagement für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz aus. Hingegen fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) von Miele und anderen Herstellern Nachweise zur Einhaltung europäischer Entsorgungsstandards.

Wie Miele aktuell mitteilt, arbeitet der Gütersloher Familienkonzern ab 2021 über alle Standorte hinweg CO₂-neutral. Dies bezieht sich auf Treibhausgasemissionen aus eigenen Verbrennungsprozessen („Scope 1“) sowie den Emissionen der Energielieferanten („Scope 2“). Miele orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaabkommens, die globale Erderwärmung gegenüber der vorindustriellen Ära auf deutlich unter 2 °C, besser: unter 1,5 °C, zu begrenzen. „Als produzierendes Unternehmen sind wir uns unserer Verantwortung in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette bewusst und setzen uns langfristig auch hier ehrgeizige Ziele“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Markus Miele. Zu dem Zweck ist das Unternehmen im Januar der sogenannten Science-Based-Targets-Initiative (SBTi) beigetreten und verpflichtet sich damit, ein wissenschaftsbasiertes Emissionsreduktionsziel zu verfolgen. Dieses schließt auch langfristige Ziele entlang der Wertschöpfungskette ein, zum Beispiel beim Bezug von Materialien, in der Nutzungsphase der Produkte und bei der Entsorgung oder beim Transport (“Scope 3”).

Auf der anderen Seite kritisiert die DUH die führenden deutschen Kühlgerätehersteller Miele, Bosch, Liebherr und Electrolux dafür, dass diese die Entsorgung alter Kühlgeräte nach europäischen Entsorgungsstandards (EN 50625-2-3 und CLC/TS 50625-3-4) versprechen, aber hierfür keine zweifelsfreien Nachweise vorlegen. Dies ist nach Einschätzung des Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes deshalb problematisch, weil eine aktuelle Studie im Auftrag der EU-Kommission zeigt, dass eine mangelhafte Kühlgeräteentsorgung in Europa jährlich für Emissionen von insgesamt 6,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten verantwortlich ist. Bei einem unsachgemäßen Recycling von Kühlgeräten werden Stoffe freigesetzt, die das Klima und die Ozonschicht stark schädigen können. Durch die daraus resultierende Zunahme der UV-Strahlung werden Menschen zudem gesundheitlich gefährdet.

Bildtext Miele engagiert sich für Umweltschutz

Foto: Miele