Auf der Düsseldorfer Königsallee (Kö) geht bald eine Ära zu Ende. Das Traditionshaus Franzen schließt nach 205 Jahren sein Geschäft auf der Nobelmeile der NRW-Landeshauptstadt. Die Beschäftigten wurden über die bevorstehende Schließung informiert.
Wie verschiedene lokale Medien, wie beispielsweise die Rheinische Post (RP) und die Neue Rhein Zeitung (NRZ) berichten, hat der Düsseldorfer Haushaltswarenhändler Franzen nach 205 Jahren Firmengeschichte das Ende seines Geschäfts an der Königsallee angekündigt. Mitinhaber und Geschäftsführer Peter Franzen teilte auf Anfrage der HZ Haushaltswaren-Zeitung mit, dass am 28. Februar 2026 endgültig Schluss sein wird.
„Der „Gedeckte Tisch“ liegt in unserem ganz besonderen Fokus. Neben hochwertigem Porzellan, Besteck, edlem Tafelsilber und perfekt designten Trinkgläsern finden Sie bei uns auch viele weitere formschöne Accessoires für Ihren Esstisch. Ganz gleich, ob für den Frühstückstisch, eine Kaffee-Tafel, oder ein Abendessen, bei uns erhalten Sie alles, was Sie benötigen, aus einer Hand. Bei jedem unserer Produkte achten wir in höchstem Maße auf die Qualität, daher führen wir ausgewählte Produkte der besten Porzellanmanufakturen und Hersteller“, so präsentiert sich das Unternehmen seinen Kunden.
Seit zwei Jahren, ziemlich genau seit dem Sommer 2023 registriert der Händler eine „dramatische Verschlechterung des Konsumklimas“. Es sei nur noch eine Frage der Zeit gewesen, wann man „die Reißleine ziehen musste“. Erschwerend kam die Insolvenz der Centrum Gruppe hinzu. Mit dem Projektentwickler war ein Immobilienverkauf, bzw. –tausch vereinbart, der dann nicht zustande kam. Franzen wollte das Traditionshaus an der „Kö“ verlassen und in die kleineren Räume in der Schadowstraße umziehen.
Für die Düsseldorfer aber vor allem für die knapp 50 Beschäftigten ist die Nachricht von vergangenem Montag (25. August) ein Schock. Die Geschäftsführung um Peter Franzen habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, heißt es. „Es ist ja nicht so, dass wir nicht alles versucht hätten. Wir haben zum Beispiel das Sortiment um Küchenartikel und -zubehör, Schmuck und Uhren oder Papeterie und Schreibgeräten erweitert. Zum Schluss haben wir auch eine Flächenreduzierung vorgenommen“, erklärt Franzen.
Ein großes Interview mit Peter Franzen lesen Sie in der nächsten Ausgabe der HZ Haushaltswaren-Zeitung, die am 20. Oktober erscheint.
Bildtext Franzen auf der „Kö“, heute Morgen vor der Ladeneröffnung. Ab März 2026 ist ganz Schluss.
Foto: HZ/Mau

