Rückläufiger Umsatz in der Möbelindustrie
Die deutsche Möbelindustrie hat 2025 laut vorläufiger amtlicher Statistik rund 15,8 Mrd. Euro umgesetzt. Das ist ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für dieses Jahr wird mit einer Stabilisierung bis leichten Belebung des Umsatzes gerechnet.
Damit verzeichnete die Branche im dritten Jahr in Folge einen Umsatzrückgang. „Besonders herausfordernd stellt sich für unsere Unternehmen die Lage auf dem Heimatmarkt dar“, berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie. Der Inlandsumsatz sank um 4,4 Prozent auf rund 10,4 Mrd. Euro. Im Ausland sank der Umsatz um 1,2 Prozent auf rund 5,4 Mrd. Euro. Zur Überbrückung der Nachfragedelle plant ein Drittel der befragten Betriebe im ersten Quartal dieses Jahres mit Kurzarbeit, wie eine aktuelle Verbandsumfrage zeigt.
Gründe für den Umsatzrückgang sind das schwache Konsumklima, der rückläufige Wohnungsbau mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Einrichtungsbedarf und die US-Zollpolitik. Die Einfuhrzölle dämpften die deutschen Möbelausfuhren auf den amerikanischen Markt. Außerdem lenken chinesische Hersteller ihre Möbel vermehrt nach Europa um, wodurch sich der Preiswettbewerb verschärft.
Von den einzelnen Sparten erreichte das Küchen-Segment 2025 einem Umsatz von rund 5,6 Mrd. Euro (- 0,3 %). Bei den Büro- und Ladenmöbelherstellern lag der Umsatz mit rund 4,2 Mrd. Euro um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr. Das Segment der sonstigen Möbel (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel) setzte 4,7 Mrd. Euro um (- 5,5 %). Einen Rückgang von 7,2 Prozent auf 873 Mio. Euro verbuchte die Polstermöbelindustrie. Für die Matratzenhersteller sank der Umsatz um 15,2 Prozent auf 420 Mio. Euro.
In das laufende Jahr schaut Kurth vorsichtig optimistisch. Im ersten Halbjahr rechne man mit einer Stabilisierung des Umsatzes auf Vorjahresniveau. Für das zweite Halbjahr wird auf eine leichte Belebung gehofft.
Bildtext Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie, rechnet für 2026
Bild: VDM

