HDE: Konsumstimmung auf neuem Tiefpunkt
Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland bereits im März eintrübte, erreicht sie im April einen neuen Tiefpunkt in diesem Jahr. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor.
Die Konsumlaune befindet sich demnach derzeit auf Talfahrt. Die weiteren wirtschafts- und geopolitischen Entwicklungen werden darüber entscheiden, ob sich die Verbraucherstimmung absehbar wieder erholen kann oder nicht. Konkret heißt das, dass die geplante Sparaktivität der Verbraucher im Vergleich zum Vormonat deutlich zunimmt. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher weiterhin nicht in Sicht. Das gesamtwirtschaftliche und politische Umfeld scheint weiterhin für Verunsicherung und den Wunsch zur Stärkung des eigenen Finanzpolsters zu sorgen.
Die Einkommenserwartungen gehen im Vergleich zum Vormonat zurück, liegen damit auf dem gleichen Niveau wie Ende letzten Jahres und somit deutlich niedriger als vor einem Jahr. Auch der konjunkturelle Ausblick der Verbraucher ist pessimistisch. Die Konjunkturerwartungen sind auf dem vergleichbaren Niveau von Dezember des letzten Jahres. Ein erhoffter Frühjahrsaufschwung bleibt somit aus. Einen positiven Lichtblick gibt es aber: Trotz sinkender Konsumstimmung steigt die Anschaffungsneigung deutlich.
Die stark sinkende Verbraucherstimmung ist ein Indikator für ein erneut wirtschaftlich herausforderndes Jahr. Auch die aktuell diskutierte mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie die anhaltende unsichere geopolitische Lage haben negativen Einfluss auf die Verbraucherstimmung. Vor diesem Hintergrund ist auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Stärkung des privaten Konsums und gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu rechnen.
Bildtext Irgendwie widersprüchlich: Trotz sinkender Konsumstimmung steigt die Anschaffungsneigung deutlich.
Bild: HZ/Mau

