Iran-Krieg schwächt das Konsumklima

Die Verbraucherstimmung gibt infolge des Iran-Kriegs abermals nach. Das zeigt das aktuelle NIM Konsumklima powered by GfK. Der Konsumklima-Index für Mai 2026 weist nun -33,3 Punkte auf.

Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2023. Im Vergleich zum Vormonat (-28,1 Punkte) ist er um weitere 5,2 Punkte gesunken. Die Einkommenserwartungen brechen im April um weitere 18,1 Punkte ein und liegen nun bei -24,4 Punkten. Eine Langfristanalyse des NIM zeigt: Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft. Die Inflationsrate war im März aufgrund der Verteuerung der Energiepreise durch den Irankrieg von 1,9 Prozent auf 2,7 Prozent gestiegen. Die Verbraucher rechnen mehrheitlich erneut mit Preissteigerungen.

Die Anschaffungsneigung zeigt einen Rückgang um 3,5 Punkte auf -14,4 Punkte. Die Sparneigung zeigt einen leichten Rückgang und liegt mit einem Minus von 2,4 Punkten auf einem nach wie vor hohen Niveau (16,1 Punkte). Zudem lastet der Iran-Krieg weiter auf den Konjunkturaussichten: Die Befragten schätzen die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den kommenden 12 Monaten weniger positiv ein als im Vormonat. Der Indikator verliert erneut 6,8 Zähler und fällt auf -13,7 Punkte.

Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 2. bis zum 13. April 2026. Die Ergebnisse basieren auf einer Studie von NIM/GfK mit rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

Bildtext Das Konsumklima ist auf den niedrigsten Wert seit Februar 2023 gesunken.

Bild: NIM/GfK