Deutsche Küchenbranche nahezu stabil
Wie die Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche“ (AMK) meldet, hat die deutsche Küchenbranche 2025 einen Umsatz von rund 5,63 Mrd. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,42 Prozent.
Gleichzeitig konnte der Küchenfachhandel in Deutschland seine Umsätze steigern. Auf der jährlichen Wirtschaftspressekonferenz am 3. Juni 2026 gab die AMK einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Branche. Im Inland entwickelte sich der Umsatz der Küchenmöbelbranche mit plus 0,08 Prozent und erreichte rund 3,04 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz lag mit rund 2,59 Mrd. Euro um 1,01 Prozent unter Vorjahr. Die Exportquote blieb bei 46 Prozent. Im Gesamtmöbelmarkt, der 2025 ein Minus von 1,1 Prozent verzeichnetet, behaupteten Küchenmöbel mit einem Anteil von 28,7 Prozent ihre Position als stärkster Teilmarkt.
Der Küchenfachhandel konnte laut GfK-Panelmarkt seine Umsätze mit Küchenmöbeln in Deutschland um 3,9 Prozent steigern. Zwar ging die Verkaufsmenge um 1,3 Prozent zurück, der durchschnittliche Auftragswert stieg jedoch um 5,3 Prozent. Das spricht dies für eine stärkere Orientierung zu höherwertigen Küchenlösungen. Der durchschnittliche Küchenpreis lag 2025 bei 12.177 Euro. In den ersten beiden Monaten 2026 stieg er auf 12.404 Euro, teilweise auch bedingt durch Preissteigerungen. Bei den Küchengeräten sind bessere Energieeffizienzklassen, größere Geschirrspüler, Kochfelder mit integriertem Dunstabzug sowie matte Oberflächen und schwarze Einbaubacköfen gefragt. Auch hier ist der Durchschnittswert gestiegen. Auch hier konnte der Küchenfachhandel punkten, mit einem gestiegenen Marktanteil von 14,9 auf 15,6 Prozent. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft mit Einbaugeräten mit einem Umsatzplus von 2,0 Prozent.
Der Jahresstart 2026 brachte für die Branche erste positive Signale. Der Umsatz stieg von Januar bis März 2026 um plus 3,58 Prozent auf rund 1,43 Mrd. Euro. Der starke Jahresauftakt im Januar schwächte sich in den Folgemonaten allerdings ab. Für 2026 geht die AMK daher weiterhin von einer Seitwärtsbewegung aus. Entscheidende Faktoren sind das Konsumklima und der Wohnungsbau. Bis 2030 wird eine positive Entwicklung erwartet. Der Marktanteil von Küchenmöbeln dürfte dann, gestützt durch strukturelle Entwicklungen, nahezu 30 Prozent erreichen.
Bildtext (v.l.) Alexander Wolf (NIQ/GfK Consultant Elektrogroßgeräte), Volker Irle (CEO AMK), Bernd Weisser (Nobilia), und Christian Gerwens (Miele) gaben einen Einblick in die aktuellen Zahlen der Küchenbranche.
Bild: AMK

