IFH: GPK-Markt stabilisiert sich in 2025

Nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze zeigte sich der Markt für Glas, Porzellan und Keramik (GPK) im Jahr 2025 stabil: Mit einem Volumen von 7,1 Mrd. Euro verharrte er auf dem Niveau des Vorjahres – ohne weiteres Minus, jedoch auch ohne Wachstum.

Gleichzeitig sei das Preisniveau in den letzten Jahren deutlich gestiegen, so die Marktforscher von IFH Köln und der BBE Handelsberatung. Treiber seien dabei nicht nur die erhöhte Nachfrage während der Pandemie, sondern insbesondere externe Faktoren: Die Energiekrise verteuerte die Herstellung energieintensiver Produkte wie Glas und Keramik spürbar. Zudem führten Nachholeffekte im B2B-Geschäft – etwa infolge der Wiedereröffnung von Hotellerie und Gastronomie – zu zusätzlicher Nachfrage.

Ein Blick auf die Warengruppen offenbart unterschiedliche Entwicklungen: Cucina (Schneidwaren, Koch-, Brat- und Backgeschirr, sonstige Haushaltsartikel wie Waagen und Messbecher) behauptete sich weiterhin als umsatzstärkster Bereich mit einem Anteil von 45 Prozent, während im Jahr 2025 ausschließlich die Warengruppe Domus (Zierporzellan/Keramik, Tonwaren, Ziergegenstände/Geschenkartikel) Zuwächse von 1,8 Prozent verzeichnete. Besonders unter Druck stand hingegen Tavola, die klassische Tischkultur rund um Glas, Geschirr, Besteck und Servierprodukte. Der Bereich verlor weiter an Bedeutung und sank um 0,5 Prozent auf ein Marktvolumen von rund 1,6 Mrd. Euro.

Trotz anhaltender Konsumzurückhaltung gehen die Marktexperten davon aus, dass der GPK-Markt ab 2026 wieder moderat wächst. Bis 2030 könnte das Marktvolumen in der mittleren Prognosevariante – bei Fortschreibung der aktuellen Trendentwicklungen – auf rund 7,5 Mrd. Euro steigen. Hoffnungsträger bleibt insbesondere die Gastronomie: Die beschlossene Mehrwertsteuersenkung schafft Freiräume für Investitionen in Ausstattung und Einrichtung.

Abbildung/Quelle: IFH/BBE