Das Konsumklima hellt sich etwas auf

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland verbessert sich in diesem Monat. Das Konsumklima steigt nach den Erwartungen der Verbraucher für September um 2,8 Punkte und liegt nun bei -26,6 Punkten. Dies resultiert aus den aktuellen Ergebnissen des NIM Konsumklimas powered by GfK.

Der spürbare Anstieg sei neben der leicht gesunkenen Sparneigung vor allem auf die deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen zurückzuführen. Die Konjunkturaussichten entwickeln sich ebenfalls in diesem Monat etwas positiver, während die Anschaffungsneigung nahezu unverändert bleibt.

„Zwar liegen die Konjunkturaussichten im Spätsommer noch mehr als sechs Zähler unter dem entsprechenden Vorjahresniveau, dennoch zeigt sich mit dem vierten Anstieg in Folge ein leichter Aufwärtstrend“, erklärt Rolf Bürkl vom NIM. „So sind auch die Signale aus der Wirtschaft tendenziell positiv. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres mit +0,3 Prozent besser entwickelt als erwartet.“

Im Schlepptau steigender Konjunkturaussichten setzen die Einkommenserwartungen, nach der kurzen Verschnaufpause im vergangenen Monat, ihre Erholung im Spätsommer fort. Der Indikator klettert um 16,2 Zähler und weist nun 1,7 Punkte auf. Dies ist der höchste Wert seit einem halben Jahr. Im Februar 2026 wurden 6,3 Punkte gemessen. Dagegen kann die Anschaffungsneigung nicht vom Anstieg der Einkommensaussichten profitieren. Der Indikator bleibt mit -9,8 Punkten gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Die Konsumneigung bewegt sich nunmehr seit etwa vier Jahren auf einem Tief um die Minus-10-Punkte-Marke und scheint damit wie festgefroren. Während die Anschaffungsneigung weiter auf einem sehr niedrigen Niveau verharrt, hält die Sparneigung auch im Spätsommer 2026 ihr ausgesprochen hohes Niveau. Der Sparindikator sinkt geringfügig um 1,5 Zähler und weist aktuell 15,5 Punkte auf. Damit liegt die Sparneigung in etwa auf Vorjahresniveau.

Bildtext Rolf Bürkl: „Die Stimmung in der Wirtschaft ist ebenfalls leicht verbessert: der Ifo-Index stieg zwischen Mai und Juli drei Mal in Folge und auch der Einkaufsmanagerindex signalisiert momentan eine leichte Expansion.“

Foto: NIM/GfK