Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigt die Branche rund um Tisch und Küche mit fast 6 Mrd. Euro Umsatz 2025 eine hohe Marktstabilität. Einen wichtigen Anteil daran hat der Facheinzelhandel.
Das berichtet der Handelsverband Koch- und Tischkultur (GPK) in seiner Jahrespressemeldung. Die Bedeutung des Fachhandels als Distributionskanal ist seit Jahren nahezu unverändert. Wie in den Vorjahren wurden rund 27 Prozent des Branchenumsatzes in Fachgeschäften getätigt. Mit weitem Abstand folgen die Internetshops mit elf Prozent, der Möbelhandel mit zehn Prozent, Lebensmittelhandel und Discounter mit neun Prozent sowie Kauf- und Warenhäuser, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte mit jeweils sechs Prozent.
Nach Berechnungen des Instituts für Handelsforschung in Köln (IfH) wurde mit 5,99 Mrd. Euro Bruttoumsatz das Ergebnis des Vorjahres mit einem marginalen Minus von 0,2 Prozent nur knapp verfehlt. Das leichte Minus kommt aus dem mengenmäßig größten Bereich „Cucina“ mit einem Marktvolumen von 3,19 Mrd. Euro. Im Vorjahr betrug der Umsatz mit Küchenausstattung, Koch-, Brat- und Backgeschirr 3,20 Mrd, Euro. Das Segment „Tavola“ – Tafelgeschirr, Bestecke und Gläser – verzeichnet für 2025 einen moderaten Rückgang von 1,67 auf 1,64 Mrd. Euro Umsatz. Dies bedeutet ein Minus von 1,4 Prozent. Der Teilbereich „Domus“ Wohnaccessoires, Dekoration und Geschenkartikeln konnte um 1,3 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro (2024: 1,13 Mrd. Euro) zulegen. Auch die Passanten-Frequenz in den Innenstädten blieb mit -0,6 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (Quelle Hystreet.com).
Gleichzeitig verliert der Fachhandel weiterhin Verkaufsstellen, sei es aus Altersgründen, wegen fehlender Nachfolger oder unzureichender Wirtschaftlichkeit. Erklärtes Ziel des Handelsverbands Koch- und Tischkultur (GPK) ist es, die Zusammenarbeit zwischen Handel und Lieferanten weiter zu intensivieren, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Weiterhin fordert der Verband von der Politik weiteren Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen sowie gezielte Förderprogramme für Digitalisierung und KI-Pilotprojekte im Handel.
Hoffnung mache unter anderem die NIQ-Studie (Nielsen IQ), nach der Kaufkraft der Deutschen 2026 um fünf Prozent steigen soll. Am 5. Mai tagt der nächste Arbeitskreises „Zukunftsdialog“ in Frankfurt am Main. Die nächste Branchentagung findet am 11. und 12. Mai 2027 in Würzburg stattfinden.
Bildtext Händler, Lieferanten und Dienstleister treffen sich bei der GPK Branchentagung.
Foto: GPK

