HDE: Handel ist Treiber für Nachhaltigkeit
Am 16. Juni fand der Sustainability & Retail Summit des Handelsverbands Deutschland (HDE) statt. Im Vorfeld wendete sich der Verband mit klaren Forderungen an die Politik.
Der Handel leiste seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz, betont der HDE. Ein Beispiel dafür ist die Gründung des Deutschen Pfandsystems (DPG) vor 20 Jahren. Viele Handelsunternehmen investieren auch in den Second-Hand-Markt und fördern damit einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen: So wird im Online-Handel inzwischen jeder zehnte Euro mit gebrauchten Produkten umgesetzt.
Damit der Handel seine Rolle als Treiber der nachhaltigen Transformation auch künftig erfüllen kann, fordert der HDE verlässliche und praxisnahe politische Rahmenbedingungen für den regulatorischen Alltag. „Wenn die Politik den Bogen überspannt, würgt sie genau die Investitionskraft ab, die wir für den Wandel dringend brauchen“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen.
Man brauche keinen dirigistischen Dauerdruck. Als aktuelles Beispiel nennt der HDE die europäische Verpackungsverordnung, deren Umsetzung in der vorgegebenen Form kaum zu bewältigen sei. Der HDE begrüßt die Verordnung grundsätzlich, aber: „Wenn wir den Geist der Verordnung retten wollen, muss der Anwendungsbeginn verschoben werden. Wir brauchen mehr Zeit um praktikable, europaweit harmonisierte Lösungen zu entwickeln, die den Zielen dienen, ohne die Unternehmen im administrativen Aufwand zu erdrücken“, fordert von Preen. Als Gipfel-Teilnehmer wurde neben Bundestagsabgeordneten und Fachexperten auch Bundesumweltminister Carsten Schneider erwartet.
Bildtext Alexander von Preen fordert, dass der administrative Aufwand für die Handelsunternehmen reduziert wird.
Bild: HDE

