IFH Köln: Grillmarkt bleibt unter Druck
Der Grillmarkt verzeichnete 2025 Umsatzminus von drei Prozent. Gasgrills gelten als die wichtigsten Treiber bei den Grills. Der stationäre Handel bleibt der beliebteste Vertriebskanal für Produkte rund um das Thema Grillen.
Das zeigt der „Branchenbericht Grillen 2026“ des IFH Köln und des Industrieverbandes Garten. Im Vergleich zum Gartenmarkt insgesamt entwickelt sich der Grillmarkt nun bereits im dritten Jahr in Folge schwächer. Die drei Marktsegmente Grillgeräte, Brennstoffe und Zubehör verzeichneten danach im vergangenen Jahr in Summe ein Umsatzminus von drei Prozent. Dynamisch entwickelten sich seit 2019 besonders die Grillbrennstoffe wie Gas, Holzkohle und ähnliche Produkte. Spürbare Impulse für eine Belebung des Grillgerätemarktes wären auch 2026 nicht in Sicht, erklärt Christian Lerch, Senior Projektmanager am IFH Köln
Gasgrills haben seit 2015 deutlich an Bedeutung gewonnen. Elektrogrills entwickeln sich vergleichsweise stabil mit moderaten Zuwächse. Bei Holzkohlegrill ist der Absatz ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig. Die Distribution von Grillprodukten ist aufgrund der Vielfalt an Geräten, Preislagen und Brennstoffen weiterhin stark fragmentiert. Ungeachtet dessen bleibt der stationäre Handel der zentrale Absatzkanal. Insbesondere Bau- und Heimwerkermärkte behaupten ihre führende Rolle. Zusätzliche Stabilität erhält der stationäre Vertrieb durch das Brennstoffsegment, das traditionell eng an den Handel vor Ort gebunden ist. Der anhaltende Trend zu Gasgrillgeräten verstärkt diese Entwicklung, da Gasflaschen als Pfand- und Austauschprodukte überwiegend stationär nachgefragt werden.
Bildtext Auf 2026 fehlen die Wachstumsimpulse für den Grillgerätemarkt.
Bild: IFH Köln, IVG

