Konsumklima: Sinkflug vorerst gestoppt

Die Verbraucherstimmung gibt in diesem Monat nicht weiter nach und erholt sich moderat um 3,3 Punkte. Die aktuellen Ergebnisse des NIM Konsumklimas powered by GfK zeigen: Einkommenserwartungen sind eingetrübt, Anschaffungsneigung bleibt verhalten, Sparneigung ist erneut leicht rückläufig.

Die Einkommenserwartungen der Verbraucher, die zuletzt signifikant eingebrochen waren, erholen sich in diesem Monat spürbar und liegen nun bei -13,0 Punkten. Dies ist ein Plus von 11,4 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Da der Konflikt im Nahen Osten bislang nicht weiter eskaliert ist, scheint ein Teil der geopolitischen Unsicherheit inzwischen in den Erwartungen der Verbraucher eingepreist zu sein. Gleichzeitig deuten politische Signale auf mögliche Entlastungsmaßnahmen hin. Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass sich die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte aufgehellt haben. Insgesamt bleibt der Indikator im Vergleich zum Vor-Krisen-Niveau jedoch deutlich im pessimistischen Bereich.

„Die Verbraucherstimmung beendet, zumindest für den Moment, ihren Sinkflug und erholt sich in diesem Monat wieder etwas“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Neben den deutlich verbesserten Einkommensaussichten stützen eine rückläufige Sparneigung sowie eine leicht zunehmende Anschaffungsneigung derzeit das Konsumklima. Die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten bleiben aber in der Grundtendenz bestehen und sind im Konsumklima weiterhin sichtbar.“

Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbessern sich in diesem Monat leicht um 2,5 Zähler auf -11,2 Punkte. Allerdings rechnet die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Ebenso gehen die Verbraucher mehrheitlich davon aus, dass die Preise in den nächsten 12 Monaten steigen werden, aber auch hier ist der Indikator zuletzt gefallen. Im Vergleich zum Vormonat geht er um 5,4 Punkte zurück und weist einen Stand von -0,4 Punkten aus. Dieser Rückgang dürfte auf die Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin zurückzuführen sein, da Verbraucher diese Rückgänge stark wahrnehmen. Gleichzeitig stieg die Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,9 Prozent und lag damit einen Prozentpunkt über dem Wert vom Februar dieses Jahres.

Bild: NIM