Projekt: IVSH gestaltet Digitalen Produktpass mit

Der Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren e. V. (IVSH) ist neuer assoziierter Partner im Projekt „easy.dpp.nrw“. Damit erhält die mittelständisch geprägte Schneid- und Haushaltwarenindustrie die Möglichkeit, ihre Anforderungen frühzeitig in die Entwicklung eines branchenübergreifenden Softwarebaukastens für Digitale Produktpässe einzubringen.

Im Projekt easy.dpp.nrw arbeiten das IT-Unternehmen Celano, das Zulieferunternehmen Agathon sowie die Hochschule Ruhr West und das Wuppertal Institut an einem modularen, skalierbaren und branchenübergreifenden Softwarebaukasten. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen in Nordrhein-Westfalen soll damit der Zugang zu Digitalen Produktpässen und zirkulären Geschäftsmodellen erleichtert werden. Der praxisorientierte Ansatz verbindet dabei technische, organisatorische und geschäftsmodellbezogene Fragestellungen.

Das Projekt wird im Rahmen des Innovationswettbewerbs „GreenEconomy.IN.NRW“ unterstützt. Der Wettbewerb fördert Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zur Entwicklung von Innovationen für Ressourcenschonung und zirkuläre Wertschöpfung und wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen 2021–2027 umgesetzt.

Der IVSH beschäftigt sich eigenen Angaben zufolge bereits seit längerer Zeit intensiv mit der Ausgestaltung des Digitalen Produktpasses. Der Verband setzt sich insbesondere für branchenspezifische Lösungen, die Vermeidung regulatorischer Doppelungen und eine bessere Abstimmung mit bestehenden Compliance-Anforderungen ein. Im Mittelpunkt steht außerdem die Frage, wie bereits vorhandene Produkt-, Material- und Compliance-Daten strukturiert und für unterschiedliche Zwecke mehrfach genutzt werden können, sowie die Transparenz gegenüber Kunden gestärkt werden kann – bei gleichzeitiger Wahrung von Geschäftsgeheimnissen. Der Digitale Produktpass soll aus Sicht des IVSH keine zusätzliche Daten- und Berichtsebene schaffen. Er sollte Informationen sinnvoll bündeln, den Datenaustausch entlang der Lieferkette erleichtern und parallele Abfragen reduzieren.

Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer des IVSH, erklärt: „Der Digitale Produktpass eröffnet unserer Branche große Chancen. Richtig ausgestaltet kann er Informationen für Geschäftspartner und Verbraucher besser zugänglich Digitalen Produktpass machen, interne Prozesse effizienter gestalten und das Once-Only-Prinzip endlich praktisch umsetzen.“

Bildtext Der IVSH will die Entwicklung rund um den Digitalen Produktpass nicht nur begleiten, sondern gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen aktiv mitgestalten.

Foto: IVSH