VDE: Globale Standards für Digitalen Produktpass

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) wollen internationale Standards für den Digitalen Produktpass entwickeln.

Wie der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) informiert, wurde dafür das neue ISO/IEC Joint Technical Committee 5 initiiert. Der Digitale Produktpass ist derzeit bereits ein zentrales Element in der EU-Batterieverordnung sowie der EU-Ökodesign-Verordnung. Perspektivisch soll er auch im European Product Act eine wichtige Rolle spielen.

Ziel des Digitalen Produktpasses ist es, produktbezogene Informationen zu bündeln, die heute häufig in unterschiedlichen Systemen vorliegen, etwa zu Sicherheit, Reparierbarkeit oder Konformität. Die Informationen sollen künftig auf einer neuen digitalen Ebene weltweit über einen QR-Code oder RFID-Chip am Produkt zugänglich sein. Dafür müssen international gültige Standards entwickelt werden.

„Der DPP ist eine Chance für die Digitalisierung industrieller Wertschöpfungsketten“, erklärt DKE Geschäftsführer Michael Teigeler. Unternehmen sollen über den Digitalen Produktpass weltweit Produktdaten austauschen können, Behörden Pflichtdaten digital und automatisiert prüfen und Verbraucher weltweit auf vergleichbare Informationen und neue Services zugreifen können. Das neue Gremium nimmt im dritten Quartal 2026 seine Arbeit auf; erste Ergebnisse werden ab 2028 erwartet.

Bildtext DKE Geschäftsführer Michael Teigeler

Bild: Sarah Kastner/VDE